Der Neujahrstag beginnt in Deutschland mit einer deutlichen Wetterverschärfung, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf bild.de. Meteorologen warnen vor einem kräftigen Wintersturm, der mit Orkanböen, Schneefall und gefährlichen Verwehungen weite Teile des Landes treffen kann.
Sturmwarnung an Nord- und Ostsee
Der Seewetterdienst in Hamburg hat eine offizielle Sturmwarnung für die Ostseeküste herausgegeben. Zwischen östlich von Fehmarn und östlich von Rügen werden Windböen um 100 km/h erwartet. Solche Bedingungen können den Schiffsverkehr beeinträchtigen und auch in Küstennähe für Probleme sorgen.
Ähnliche Wetterverhältnisse zeichnen sich an der Nordseeküste ab. Starker Wind und hohe Wellen erhöhen dort das Risiko für Ausfälle im Fährverkehr und Einschränkungen in den Häfen. Die Wetterlage bleibt dynamisch und kann sich kurzfristig weiter zuspitzen.
Wintergewitter und Schnee mit kaum Sicht

Der Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net spricht gegenüber der BILD von kräftigen winterlichen Gewittern entlang der Nord- und Ostseeküste. Ein aktives Tief bringt Schnee, Graupel und starke Böen zusammen und sorgt für unruhige Verhältnisse.
Besonders kritisch ist die mögliche sogenannte „weiße Wand“. Dabei sinkt die Sicht durch dichten Schneefall nahezu auf null, weil Himmel und Boden optisch ineinander übergehen. Für Autofahrer und Einsatzkräfte kann das schnell gefährlich werden.
Orkanböen und Schneeverwehungen im Mittelgebirge
Der Klimatologe Karsten Brandt von Donnerwetter.de beschreibt den Sturm als eine Art „Polarexpress“, der sehr kalte Luft nach Deutschland bringt. Vor allem Sachsen und die höheren Lagen des Erzgebirges stehen im Fokus der Warnungen.
Der Deutscher Wetterdienst rechnet dort mit Orkanböen bis zu 110 km/h in Höhen über 1000 Metern. Hinzu kommen starke Schneeverwehungen, die Straßen unpassierbar machen können. Die Warnung gilt mindestens bis Freitagmorgen.
Im Westen nasskalt und zunehmend ungemütlich

In Nordrhein-Westfalen beginnen die Niederschläge zunächst vereinzelt, nehmen im Tagesverlauf aber zu. In tieferen Lagen fällt Regen oder Schneeregen, während es in höheren Regionen schneien kann und sich einige Zentimeter Neuschnee ansammeln.
Die Höchsttemperaturen liegen zwischen ein und vier Grad. Durch den kräftigen Wind fühlt es sich jedoch deutlich kälter an, was den Aufenthalt im Freien zusätzlich erschwert.
Glätte und weiterer Schneefall bis zum Wochenende
In der Nacht zum Freitag erwartet der Wetterdienst in mehreren Regionen Regen und kräftigen Schneefall, in den Niederungen auch nassen Schnee. Vom nördlichen Sauerland bis zum Teutoburger Wald kann es zeitweise stark schneien, in höheren Lagen sind erneut Verwehungen möglich.
Auch am Samstag beruhigt sich die Lage nicht. Schnee, Glätte und sinkende Temperaturen bleiben ein Thema. In den niedrigen Mittelgebirgen können laut Experten bis zu 40 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen – eine Belastung für Verkehr, Infrastruktur und den Alltag vieler Menschen in Deutschland.
Auch in Berlin und Brandenburg sorgt die Wetterlage zum Jahreswechsel für erhöhte Gefahr durch Schnee, Sturm und Glatteis.

